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Vorsicht, freilaufender Polizist!

Fijáte 278 vom 12. Feb. 2003, Artikel 8, Seite 5

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Vorsicht, freilaufender Polizist!

In diesem Kontext startete die Gruppe VGKinderNF für die Identität und Gerechtigkeit gegen das Vergessen und Schweigen (VGHIJOSNF) die Kampagne "Vorsicht, freilaufender Polizist!" Die Verletzungen der Menschenrechte, die von der Nationalen Zivilpolizei (PNC) gegen Jugendliche und Heranwachsende verübt werden an die Öffentlichkeit zu bringen, ist Hauptziel dieser Kampagne.

Täglich, so Francisco Sánchez von HIJOS, missachteten die AgentInnen der PNC die Bewegungsfreiheit Hunderter Jugendlicher und Heranwachsender unter dem Vorwand, sie würden einer der vielen VGJugendbandenNF angehören. Damit nutzten die PolizistInnen ganz klar die Unwissenheit der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Verfassungsrechte aus.

Mit der Kampagne wurde bereits im Dezember begonnen: Plakate und Spruchbänder, auf denen die Übergriffe der PolizistInnen denunziert wurden und die in der Hauptstadt und auch in einigen Departements verteilt und aufgehängt worden sind, sollen die Bevölkerung und v.a. die Minderjährigen sensibilisieren.

Die Mehrzahl der AgentInnen der PNC nähmen die Jugendlichen fest und verlangten deren Identifikationsdokumente, nur weil sie sie mit langem Haar oder einer Tätowierung auf dem Körper sähen, ein Vorgehen, dass laut VGVerfassungNF illegal sei, so Sánchez.

"Logischerweise wird die Gewalt nicht abnehmen, wie wir alle wissen (ausser der Polizei) sind nicht die Jugendlichen das Problem, sondern die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen wir in Guatemala leben", heisst es in der Presseerklärung der HIJOS.


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