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Erneute Vertreibung der RückkehrerInnen

Fijáte 270 vom 9. Okt. 2002, Artikel 8, Seite 5

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Erneute Vertreibung der RückkehrerInnen

Bis heute wurde der AGPD erst 80 Mio. Quetzales ausbezahlt und viele der Häuser sind noch nicht fertig gebaut. Trotzdem bezeichnet die Regierung das Projekt als beendet: "5748 Familien wurden begünstigt und falls es noch mehr Familien gibt, die berücksichtigt werden müssten, muss dies eine andere Instanz machen. Das Projekt ist fertig und auch Familien, deren Haus noch nicht fertig ist, müssen für die Fertigstellung des Baus bei einer anderen Instanz vorstellig werden", sagte Saúl Valdés, juristischer Berater von FOGUAVI.

Am 5. August dieses Jahres legte die ACPD Präsident Portillo einen Nationalen Entschädigungsplan vor, zur weiteren Verhandlung ans VGFriedenssekretariatNF (SEPAZ), die Präsidiale Menschenrechtskommission (Copredeh) und ans VGSekretariat für strategische AnalysenNF (SAE) delegiert wurde. Auf dem Verhandlungstisch liegen sieben Punkte, darunter auch das Thema der finanziellen Entschädigung der Opfer von VGMenschenrechtsverletzungenNF während des bewaffneten Konfliktes. Dies ist ein sehr polemischer Punkt, in dem die Regierung von Anfang an Widerstand geleistet hat mit der Begründung, eine Entschädigungszahlung sei viel zu kompliziert und jenseits der finanziellen Möglichkeiten des Staates. Das Thema hat nun an Komplexität zugenommen, seit die Regierung mit den ehemaligen VGZivilpatrouillenNF über eine Entschädigung für deren "geleistete Dienste" verhandelt.

Der AGPD rät die Regierung, die Fälle einzeln vor die Iberoamerikanische Menschenrechtskommission zu bringen, die je nach dem eine Entschädigung als gerechtfertigt evaluieren wird, deren konkrete Bezahlung dann (wiederum individuell) mit der Regierung verhandelt werden könne. Im Fall der Ex-Pac wurde die ursprünglich versprochene Summe von 12 Quetzales pro Monat geleistetem Dienst nach Protesten der betroffenen Ex-Pac bereits auf 150 Quetzales pro Monat erhöht...


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