Kein Entrinnen
Fijáte 377 vom 24. Jan. 2007, Artikel 7, Seite 5
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Kein Entrinnen
Guatemala, 12. Jan. "Niemand kann seinem Schicksal entfliehen", heisst es im Untertitel des neuen Films von und mit Mel Gibson. Auf dem Filmplakat ein in sich zusammenbrechender "Indio" mit tätowiertem Oberkörper, modischer Glatze-Rossschwanz-Frisur und gezücktem Messer in der Hand vor einem apokalyptischen Hintergrund mit Mayapyramide und drohend anmutendem Vollmond-Wolken-Nachthimmel. Apocalypto heisst denn auch das neueste Werk Gibsons, dessen Geschichte im Reich der Mayas angesiedelt ist und der in den In Mexiko aufgenommen, wo in der Nähe von Veracruz während sechs Monaten eine "naturgetreue" Mayastadt aufgebaut wurde, erzählt der Film die letzten Momente der ursprünglichen Mayazivilisation und bezieht sich dabei laut Gibson auf das heilige Buch der Mayas, das Popol Vuh. Ricardo Cajas, Leiter der Präsidialen Kommission gegen |
Der Maya und Ethnologe Estuardo Zapeta spricht sich gegen ein Verbot des Filmes aus. "Schliesslich handelt es sich nicht um einen Dokumentarfilm, sondern um reine Fiktion, und als solche muss der Film auch gesehen werden", meinte Zapeta. In Italien wurde Apokalypto wegen seiner gewalttätigen Szenen für das Publikum unter 14 Jahren verboten. Von der Handelsvereinigung Asociación de Negocios Latinos hingegen wurde Gibson für seinen "Mut", mit dem er diesen "Action- und Abenteuerfilm über das turbulente Ende der Mayazivilisation ins Kino gebracht hat" mit einem Preis ausgezeichnet. |
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